Mein Tag im Kern

Geschrieben von Elena Tree veröffentlich am in der Kategorie Aus dem Kern
Arbeiten bei netzkern, Karriere bei netzkern, wie sieht ein Tag im Kern aus
Um sechs Uhr bin ich aufgestanden. Mit einem Schreiner als Freund nutzen mir unseren flexiblen Arbeitszeiten im Kern leider gar nichts, denn der Wecker klingelt und klingelt ungeduldig ab Punkt sechs Uhr, bis einer von uns beiden ihn verärgert abstellt. So trifft man mich meistens bereits um 8.30 Uhr im Kern an. 

Ankommen

Pünktlich um acht Uhr stehe ich aber erstmal an der Bushaltestelle. Mit meiner neuen Brille auf der Nase, die ich seit gestern tragen muss.

Dennoch stelle ich zufrieden fest, dass der kleine Junge, der jeden Morgen an der Bushaltestelle mit mir wartet, wirklich so niedlich ist, wie ich immer dachte. Ich sage kurz „Hallo“ und bewundere seine neuen Blinkyschuhe. Fancy! Auf meine neugierige Frage, woher er die hat, antwortet er: „Von Mama“. Hätte ich mir denken können.

Der Bus kommt mit einer sensationellen Verspätung von nur 8 Minuten an meiner Bushaltestelle an. Als ich bezahlen möchte, winkt der Busfahrer freundlich ab. Sein Drucker ist kaputt, die Fahrt ist kostenlos. Wow, mein Karma-Yoga-Seminar vom Wochenende hat sich jetzt schon gelohnt.

Im Kern angekommen schließe ich meinen Laptop an. Netterweise dürfen wir unsere Laptops auch privat zu Hause nutzen. Der vertraute Ton meines Mac ertönt. Nachdem ich mir einen Überblick verschafft habe über E-Mails, Termine und To dos des Tages, starte ich mit einem neuen Projekt, das mir gestern vorgestellt wurde. „Sportliches“ Design ist gefragt. Was versteht man unter visueller Dynamik? Welche Gestaltungsformen suggerieren Bewegung? Inzwischen sind alle Kollegen und Kolleginnen eingetrudelt und wir sind vollzählig im Team Design. Alle gesund, alle verliebt... wie schön.

 

Das Team

Um 10.00 Uhr habe ich ein Meeting mit genau diesen Kollegen. Vor einiger Zeit ist das gesamte Design-Team auf das Programm „Sketch“ umgestiegen. Wenn einer von uns also neue Funktionen oder Tricks herausgefunden hat, treffen wir uns und tauschen uns darüber aus. So ist jeder immer auf dem neusten Stand. Photoshop ist endlich wieder nur für Fotoretusche verantwortlich. Selbst das Programm ist darüber erleichtert.

Wir treffen uns in einem der Cubes. So nennen wir die kleinsten unserer Meetingräume, die für kurze, ungezwungene Meetings im Team bestens geeignet sind. Heute zeigt mein Kollege Dennis, übrigens ein ehemaliger Auszubildender hier bei uns, einen Styleguide, den er für einen unserer Kunden erstellt hat. Alles ganz ordentlich nach Themen, Funktionen, Elementen, Farben und Schriften sortiert.

Ich erinnere mich noch an die Zeit, in der das Ändern einer Schrift bedeutete: alle Photoshop-Dateien öffnen und anpassen, und zwar Seite für Seite. Das gehört mit unserem neuen Programm der Vergangenheit an. In meinem Kopf beginnt meine persönliche Sketchhymne: “A kiss on the hand, may be quite continental, but a diamond is a girl's best friend.”

 

Daily

Um 10.30 Uhr mache ich mich auf den Weg durch die obere Loft-Etage des Kerns zu meinem täglichen Meeting im Projektteam – dem Daily. Dabei fällt mir beiläufig auf, wie viele neue Kollegen in den letzten drei Jahren eingestellt wurden – jeder Arbeitsplatz ist besetzt. Dabei ist nicht nur der Wuppertaler Kern gewachsen, auch unser Standort in Hamburg wird größer und größer. Beim Daily angekommen erzählt jedes Teammitglied kurz was er am vorherigen Tag gemacht hat und worum er sich an diesem Arbeitstag kümmern wird.

Der gesamte Kern arbeitet in festen Projektteams, dabei betreut ein Team meist mehrere Kunden. Nach unserem kurzen täglichen Meeting mache ich mich zurück auf den Weg an meinen Arbeitsplatz. Auf dem Weg dorthin komme ich an einem der Projektmanager vorbei. Er erzählt mir, dass einer unserer Kunden heute am frühen Nachmittag für eine Kunden-Retro zu uns kommt. Das Projekt ist bereits abgeschlossen, die erfolgreiche Zusammenarbeit soll aber fortgeführt werden. Dazu später mehr.

Bis zur Mittagszeit widme ich mich dem neuen, sportlichen Projekt. Recherche, Schriftvorschläge, Farbkombinationen... ich erstelle Moodboards, damit der Kunde sich darüber klar werden kann, welchen Stil er für seine neue Website bevorzugt. Ich bin ein großer Fan von Moodboards. Sie erleichtern die Stilfindung und schaffen ein gutes Verständnis zwischen Kunde und Designer.

 

Mittag

Es ist 12.30 Uhr. Mittagszeit. Ich liebe Essen und bin ohne unerträglich. Unsere gemütliche Küche bietet die Möglichkeit, jeden Tag frisch zu kochen, gemeinsam zu essen und zu entspannen. Heute gibt es veganes Curry. Ich bin Vegetarierin. Jaaaaaaaa, ich weiß. Wie trendy. Egal... Auf unserer schön bepflanzten Terrasse kann man hervorragend in der Sonne essen und ein paar Minuten die Seele baumeln lassen.

 

Retro

Nach der Mittagspause steht die Kunden-Retro im Workspace an. Wir wollen mit dem Kunden die Pros und Contras des Projektverlaufs besprechen. Jeder der Meetingteilnehmer, auch der Kunde selbst, kann mitteilen, was ihm an dem Projekt gefallen hat und was nicht so gut lief. Dadurch wird der weitere Projektworkflow verbessert, der Teamzusammenhalt gefördert und die Kundenbindung gestärkt. Im Anschluss an die Retro stimmen wir noch gemeinsam den weiteren Verlauf und Zeitplan der neu ermittelten To dos ab. Wir verabschieden uns vom Kunden und kommen noch einmal kurz zur internen Absprache zusammen.

Es ist nun bereits fast Nachmittag und ich recherchiere noch ein wenig für mein neues Projekt. Der Kunde hat bereits erste Ideen gesammelt und Wireframes erstellt. Ich sortiere mein Feedback dazu und notiere mir meine Fragen für den bald anstehenden Kundentermin.

 

Schluss

Es ist später Nachmittag und Zeit, für heute Schluss zu machen. Ich speichere meine offenen Dateien und schalte meinen Mac aus. Heute darf er im Kern bleiben. Die Sonne scheint und ich will meine Terrasse neu bepflanzen. Auf dem Weg zur Schwebebahn fällt mir meine Sketchhymne wieder ein: “A kiss on the hand, may be quite continental, but a diamond...“.

Wenn auch du ein Diamant bist und Interesse an kreativer und eigenverantwortlicher Arbeit in unserem Team hast, dann komm doch zu netzkern. Als Kernkraft hast du bei uns eine feste Rolle im Team und viel Kundenkontakt.