SEO Newsletter (November '18)

Geschrieben von Nico Zorn veröffentlich am in der Kategorie Digital Marketing
Neuigkeiten rund um Suchmaschinenoptimierung und Google. Personalisierung der SERPs, das kommende Ende der URL, Lazy Loading und mehr.

Social, SERP & Personalisierung

Persönliche Empfehlungen auf Google Maps

Schon seit Ende Juni bietet die Google Maps App personalisierte Empfehlungen in einem Explore tab – zunächst nur für einige Länder. Google nutzt hierbei interne Your Match scores um den eigenen Geschmack mit z. B. Restaurants abzugleichen – ein weiterer Schritt zu personalisierten Ergebnissen.

Das Google Feed heißt jetzt zudem Google Discover und bietet zusätzliche Inhalte im Kontext einer aktuellen Suche – ebenfalls abgestimmt auf die eigenen Interessen. Derzeit allerdings erst für Englisch und Spanisch in den USA.

 

Google Plus ist tot – lang lebe Social auf Suchergebnissen

Google Plus soll eingestellt werden. Nachdem das Social Network nie wirklich belebt war, hielt sich der Aufschrei in Grenzen. Aber Google scheint nicht „durch“ zu sein mit Social Features. Denn in Zukunft wird es möglich sein, Kommentare direkt auf der Suchergebnisseite abzugeben, sofern man in Google eingeloggt ist. (Mehr dazu bei Google )

 

Search Console Daten auf der SERP

Apropos Suchergebnisseite: Auf den SERPs werden inzwischen bei Suchen, die eine eigene Website hervorbringen direkt Daten aus der Search Console angezeigt:

 

Google Search Console Resultat auf der Suchergebnisseite

 

Return of the Favicons

Seit Mitte Oktober crawlt Google wieder Favicons und spielt sie auch auf Suchergebnisseiten aus . Dafür gibt es einen extra Bot: Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64) AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) Chrome/49.0.2623.75 Safari/537.36 Google Favicon

 

Kill the SERP

Suche eingeben, Enter – Antwort direkt auf der Suchergebnisseite. Das kennt man. Google geht nun für einige Anfragen einen Schritt weiter und entfernt die Suchergebnisseite. Gebt doch einfach Mal in Euren Chrome-Browser ein:how long ago did the tyrannosaurus rex live (kein Enter!) - das Ergebnis erscheint direkt im Browser! Das funktioniert vor allem bei Fragen mit simplen, eindeutigen Antworten.

 

Technisches

Kill the URL

Zum zehnten Geburtstag von Chrome hat Google verlautbaren lassen, dass man die URL abschaffen will. Wow – wie soll das Internet dann funktionieren? Hintergrund ist, dass kryptische Zeichenketten mit Parametern und Co die Verständlichkeit reduzieren – insbesondere auf Mobilgeräten mit wenig Platz. Oder anders: User verstehen die URLs nicht. Was die URLs ersetzen soll? Das ist noch unklar. ( Mehr dazu bei t3n )

 

Neueste Technik fürs Rendering? Aktuell eher nicht

Google bietet in der SearchConsole die Möglichkeit, eine Seite von Google rendern zu lassen. Dies gibt die gleiche Sicht, die der Googlebot hat, der Roboter, der Seiten für Google crawlt, indexiert und letztendlich ranken lässt. Der ist doch sicher topmodern? Nicht wirklich, denn im dritten Quartal 2018 nutzte der Googlebot noch Chrome 41 zum Rendern. Auch für JavaScript . Zum Vergleich: Chrome 70 ist die aktuelle Version, Chrome Canary ist schon bei Version 72. Immerhin hat Google nun angekündigt, dass man die Version zukünftig aktueller halten will.

 

LazyLoading: <noscript> nutzen

Für LazyLoading gibt es verschiedene Methoden. Generell ist LazyLoading auch eine gute Idee. Dabei wird zunächst ein Platzhalterbild geladen und dieses mit dem echten Bild ersetzt, sobald der Benutzer ausreichend scrollt. Das erhöht die wahrgenommene und tatsächliche Geschwindigkeit. Allerdings erfordert dies JavaScript und auch bei Google kann es passieren, dass Bilder, die üblicherweise im data-src stehen, nicht korrekt gelesen werden. Google empfiehlt daher, auch ein <noscript> mit der echten Bild-URL zu nutzen. Aus persönlichen Erfahrungen kann ich allerdings sagen: Das funktioniert auch ohne normalerweise ganz gut. ( Google-Guide für LazyLoading )

 

Tools & Updates

Neuer Website Test von Google

Unter https://web.dev/measure stellt Google seit November ein neues Test-Tool bereit. Einfach eine URL eingeben und Google berechnet einen Wert von 0-100 für Performance, Accessibility, Best Practices und SEO sowie einige Empfehlungen. Dabei ist aber insbesondere SEO nur eine grundlegende Prüfung, ob Best Practice Elemente überhaupt vorhanden sind. Ob diese dann wirklich gut sind, spielt keine Rolle.

Erste Einschätzung: eine Gute, schnelle Ergänzung zu Page Speed Insights . Diese wurden übrigens ebenfalls erweitert, aufgehübscht und mit Lighthouse-Data und Rederings versehen. Hier lohnt immer ein Test mit zumindest den wichtigsten eigenen Seiten. Lighthouse kann man sich auch als Plugin ziehen .

 

Neue Google Indexing API

Google hat bereits vor einigen Monaten eineneue Indexing API vorgestellt. Mit dieser lassen sich auch Seiten aus dem Google-Index entfernen. Aktuell ist das Crawling leider auf Job Postings beschränkt.

Besonders gut: Die URLs werden wirklich aus dem Index entfernt. Wer viele Search Console Properties verwaltet, kennt die URLs, die immer wieder auftauchen. Denkbar ist hier z. B. auch eine direkte Integration in Websites mit hoher Lösch-/Aktualisierungsfrequenz. ( Mehr zur Google Indexing API )