Share your Opera

Gemeinsam mit der der Universität Wien haben wir ein einzigartiges Projekt realisiert, das junge Menschen digital-vernetzt an Opernstücke heranführt. In den Hauptrollen: Social Media Marketing und eine App, die während der Stücke als Second Screen dient.

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Oper Wuppertal

Ziel des von uns gemeinsam mit der Uni Wien und der Wuppertaler Oper umgesetzten Projekts „Share your Opera“ ist, junge Menschen in ihrer digitalen Medienwelt und in ihrer Sprache abzuholen und für einen Opernbesuch zu interessieren. Opern werden trotz einiger Anstrengungen und Vergünstigungen nur selten von jungem Publikum besucht. Die Oper hat ein verstaubtes Image. Man besucht sie quasi gezwungen während der Schulzeit und dann freiwillig erst wieder ab etwa 35 Jahren. 

Gemeinsam mit dem Wuppertaler Oper-Intendant Berthold Schneider und seinen Mitarbeitern haben wir in einem Workshop der IST-Stand, die gewünschten Ziele und Ideen zur Erreichung diskutiert. Mit dieser Wissensbasis haben unsere Digitalexperten das Konzept für „Share your Opera“ vorangebracht und in dem Zuge verschiedene Personas definiert: „Elisabeth, die Dauerkarten-Oma“, „Lukas, den Trendsetter“, „Lisa, die Kunstinteressierte“ und „Delwar, den Teenie“. Elisabeth war besonders wichtig, denn es sollen zwar neue Zielgruppen gewonnen, aber das Stammpublikum nicht verprellt werden.

ZIELGRUPPEN SIND GUT, PERSONAS SIND BESSER

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Kerngedanke des Projekts war es, das Smartphone während des Stückes zu erlauben. Konzerte oder Musik-Festivals funktionieren heute auch nur über Social Media, digitale Mund-zu-Mund-Kommunikation und die Verbreitung von begeisterten Vorort-Berichten via Smartphone. Auch wir wollten das Smartphone im Opernsaal erlauben. Über eine App liefern wir Hintergrundinformationen und bieten gleichzeitig einen Kanal nach außen, um das individuelle Opernerlebnis zu teilen.

Während der Recherche wurde das Team auf die von der Uni Wien entwickelte App „Opera Guru“ aufmerksam. Sie ermöglicht, Hintergrundinformationen zu Opernveranstaltungen zu bieten. Zum Einsatz kam sie sie nun erstmals bei der Premiere von „Share your Opera“ 2017 in der Oper Wuppertal. Die App bietet während der Vorstellung einen Blick hinter die Kulissen, Szenenzusammenfassungen, um die Handlung zu verstehen und Infos rund um die Entstehung des Stückes und die Darsteller. Insbesondere bei fremdsprachigen Stücken wie Rigoletto entfällt damit auch die Notwendigkeit, Übersetzungen mitzulesen.

Unser Team konzipierte den Einsatz der App so, dass sich das etablierte Stammpublikum nicht gestört fühlt und dachte auch an Kleinigkeiten am Rande. So wird es externe Batterien, sogenannte Power Banks, an der Kasse zum Verkauf oder aber zum Ausleihen geben.

Das Projekt war ein voller Erfolg, der mit etlichen Beiträgen in den regionalen und überregionalen Medien begleitet wurde und für viel Diskussion in der Kultur-Szene geführt hat.

„Ein solches Projekt hat es bisher noch nie in einer Oper gegeben. Wir können uns also neudeutsch als einen First Mover bezeichnen. Wir sind in Wuppertal die Speerspitze einer neuen, digital erweiterten Opernerfahrung, die für Jung und Alt echte Mehrwerte bietet. Wir holen junge Menschen überregional ab.“
Berthold Schneider, Oper-Intendant Wuppertaler Bühnen